Sonntag, 25. Oktober 2015

SONNTAGSPOST | I don't fit in.

„Bei dir merkt man einfach, dass dir scheißegel ist, was andere über dich denken.“ Überrascht sehe ich meine beste Freundin an. „Ich bewundere das so sehr an dir, ich wünschte ich hätte auch ein wenig mehr von diesem … Mir-doch-egal-was-die-sagen.“

Ich war immer die, die bei Geburtstagspartys übrig geblieben ist, wenn es hieß, man soll sich in gleich große Gruppen aufteilen, um irgendein Spiel zu spielen. Ich war immer die, die sich an die zwei besten Freundinnen gehängt hat. Sozusagen. Ich war die, die bei den Kinoabenden der einzige Single war, während alle andern mit ihrem Freund Händchen gehalten haben. Ich war die, die sich die „coolen“ Klamotten nicht leisten konnte. Ich war die, die Zigaretten und Bier nur in der Hand gehalten hat, während ihre Freunde am Klo waren, oder sich die Jacke angezogen haben. Ich bin die, die jedes Mal allein auf eine neue Schule gewechselt hat.

Und irgendwann, wenn man nur oft genug allein war, oft genug das dritte Rad am Wagen… Irgendwann lernt man, mit dummen Kommentaren, Beleidigungen und auch Meinungen der „anderen“ umzugehen. Irgendwann tut ein „Du bist hässlich“ nicht mehr weh. Irgendwann hört man den Spitznamen Flamingo gar nicht mehr. Irgendwann ist es ein Kompliment, als verrückt bezeichnet zu werden. Irgendwann kommt die Ablehnung nur noch hoch, wenn du dich selbst nicht leiden kannst, in Momenten, in denen man Chipspackung Nummer 2 öffnet, während Germany’s Next Topmodel läuft und man sich ohnehin 20 Kilo schwerer fühlt, als man ist.

Ich weiß einfach zu gut, dass ich nicht reinpasse. Ich gehöre nicht zu den Beliebten, das hab ich nie, und ich werde es nie. Aber ich war auch nie bei den Außenseitern, niemand, der irgendein Hobby hat, über das er alles weiß. Ich hab nie wo richtig dazugehört. Und ich hab mich daran gewöhnt.

Ich habe mich daran gewöhnt, ich selbst zu sein, ganz egal, was die anderen von meinem Selbst halten.

Aber jetzt mal ehrlich, wieso sollte man auch darauf hören, was irgendjemand sagt – den man in den meisten Fällen doch gar nicht kennt? Ist es die Unsicherheit? Oder die Jagd nach Bestätigung? Suchen wir Anerkennung, permanent und ist das Negative deshalb so viel lauter als das Positive? Wahrscheinlich. Bei mir war es so.

Ich bin die letzten Jahre nicht wirklich selbstsicherer geworden. Ich habe nur aufgehört, hinzuhören. Es macht einfach so viel mehr Spaß, im Club à la Pulp Fiction und Stayin‘ Alive zu tanzen, als Honey-mäßig professionell. Ersteres bringt meine Freunde zum Lachen, die Menschen, die mich wirklich kennen, alles von mir wissen und denen ich vertraue. Allein deshalb muss man das machen, wozu man Lust hat.

Ja, mir ist wirklich egal, was „die anderen“ sagen. Heute.

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written by Casey.
photography by Eden.




“One simply notices, that it doesn’t matter for you, what other people think about you.” I look at my best friend, very surprised. “I really admire this, I wished I could have a little bit more of this… Whatever-they-say.”

I’ve always been the one, who was left on birthday parties when two groups have to been built to play a game. I’ve always been the one, who was with the two best friends. I’ve always been the one, who was the only single on cinema evenings, while all the other were holding hands with their boyfriends. I’ve been the one, who couldn’t afford the “cool” clothes. I’ve been the one, who only holds cigarettes and beer, while her friends were at the toilet or put the jacket on. I’m the one, who changed to a new school alone, every single time.

And sometime, if you’ve been alone often enough, often enough the fifth wheel… Sometime one learns to handle the stupid comments, insults and also opinions of “the others”. Sometime a “You’re ugly” doesn’t hurt anymore. Sometime you don’t hear the nickname flamingo anymore. Sometime crazy is a compliment. Sometime the negative things only surface in moments, when you open bag of chips numer 2 while watching America’s Next Topmodel and you already feel 20 kilos heavier than you are.

I simply know that I don’t fit it. I don’t belong to the popular ones, I never had and I never will. But at the same time I wasn’t part of the underdogs, nobody, who has a hobby, a certain sector, where one knows everything about it. I’ve never really belong somewhere. And I got used to it.

I got used to being me, no matter what other people are thinking about this ‘me’.

But let’s be honest, why listen to the stuff other people say – when most of the time you don’t even know such people? Is it insecurity? Or the chase for recognition? Are we looking for compliments, all the time, and causes this that the negative things are so much louder than the positive ones? Probably. In my case: yes.

The last years I didn’t really gain much self-confidence. I just listening. It simply makes more fun to dance in the club à la Pulp Fiction and Stayin’ Alive, than professional Honey-like. The first one makes my friends smile, the people who really know me, everything about me and who I trust. This by itself should be reason enough for just doing what you like to do.

Yes, I really don’t care about what “the others” say. Today.

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written by Casey.
photography by Eden.

Kommentare:

  1. Now or before you are not ugly at all. Trust me some peoples can see what is the true beauty of someone. So keep that way , you are awesome and beautiful on your own.

    -Jon

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    1. Oh my god, thank you so much - your comment really made me smile, thank you for that :)

      Enjoy your evening,
      Casey

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