Sonntag, 11. Oktober 2015

SONNTAGSPOST | time out



Meine Gedanken rasen, keine Chance, sie aufzuhalten, keine Chance, sie festzuhalten. Immer weiter, immer mehr, ein Kopf, tausend Ideen, ich kriege sie kaum zu fassen, alles dreht sich. Wie bunte Kreisel, mit denen Kinder am Asphalt spielen. Es ist Sommer, und der Asphalt warm von der Sonne. Man kann ihre Farben nicht im Einzelnen erkennen, keine Chance den Einfarbigen von den gemusterten zu unterscheiden, die Kreisel drehen sich zu schnell, viel zu schnell.

Ich mache immer weiter, gehe dem Gedanken nach, der am lautesten brüllt, hoffe, ihn richtig verstanden zu haben. Hoffe, dass ich ausreiche, dass ich alles unter einen Hut, einen Hut auf meinem Kopf bringen kann. All die flüchtigen Gedanken, ohne Ziel, ohne Ursprung. Ich schaffe es nicht, sie zu ordnen, sie in irgendeine Reihenfolge zu bringen, mein Kopf ist voll, viel zu voll.

Mein ganzer Körper schmerzt.

Ich sehe dich an und sehe dich nicht an, ich nehme all die Details wahr und übersehe das große Ganze. Ich bin überglücklich und deprimiert, alles in derselben Sekunde. Ich bin mir selbst so nah und gleichzeitig bin ich so weit weg von mir. Ich will mir die Ohren zuhalten, damit keine neuen Gedanken entstehen, damit es leiser wird, damit ich endlich Ruhe habe.

Ich fühle mich allein, inmitten von tausend Leuten, ich fühle mich überfordert, selbst wenn ich nur dasitze und rein gar nichts tue.

Ich brauche eine Auszeit. Ich brauche diese Auszeit.


PS.: Und ich habe mir diese Auszeit genommen. Im Moment sind wir unterwegs nach Bonn, wahrscheinlich werden wir auch gleich einen Abstecher nach Köln machen. Mal sehen, nicht wahr? Mehr gibt’s auf Instagram unter dem #sbhmtravels und @edensparks_ oder @casey_nonsense.





written by Casey.




My thoughts race, no chance to detain them, no chance to hold on. On and on, one head, one thousand ideas, I hardly can touch them, everything spins around. Like the colored top, with which kids play on the asphalt. It's summer and the asphalt is warm because of the sun. One can't recognise it's colors, no chance to find out which one is the plain and which one is colored. They spin to fast, way too fast.

I go on, follow the thought which roars the loudest, hope, that I understood it properly. Hope that I am sufficient that I can make everything what I've planned. All these thoughts, without aim, without origin. I do not get to organize them, to bring them in any order, my head is full, too full.

My whole body hurts.

I look at you but I do not look at you, I perceive all the details, but don't get the big whole thing. I am overjoyed and depressed, everything in the same time. I am so close to myself and still so far away. I want to keep my ears shut, so that new new thoughts originate, so that it becomes more quiet, so that I finally have time to rest.

I feel alone in the midest of thousand people, I feel swamped, even if I just sit there and do nothing.

I need a break. I need this time out.

PS.: I have taken this time out. At the moment we are on our way to Bonn, probably we'll also make an excursion to Cologne. Wait and see, right? There's more on Instagram under #sbhmtravels and @edensparks_ or @casey_nonsense



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written by Casey.

1 Kommentar:

  1. schöner Post! Gefällt mir sehr gut :)
    schau doch auch mal bei mir vorbei: http://sailarace.blogspot.com
    Liebe Grüße, Kathrin

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