Montag, 6. Oktober 2014

gettingonournevers: stressed/impatient people

Eine ewig lange Warteschlange an der Kassa. Man steht da und hofft endlich dran zu kommen aber dann hört man schon die ersten hinter einem schnaufen. Sie beginnen zu meckern. Darüber, dass alles immer so lange dauert und welche Dinge sie heute noch zu erledigen haben. Termine dort und Kinder da. Alles soll schneller gehen, alle sind unfähig, weil es mal wieder länger dauert. Sie kommen natürlich nie wieder hier her.

Kennt ihr Situationen wie diese?
Egal ob beim Shoppen von Kleidung oder dem wöchentlichen Großeinkauf. Die Leute haben einfach keine Zeit und sind dauergestresst.
Ich für meinen Teil hasse solche Leute. Vielleicht ist hassen ein zu großes Wort dafür, aber wenn ich jemanden in einer Warteschlange motzen höre, könnte ich an die Decke gehen. Es nervt mich einfach so dermaßen. Warum geht man irgendwo hin um eine Wurstsemmel zu kaufen wenn man sowieso keine Zeit hat? Man sollte es einfach lassen. Dann muss man sich nicht beschweren und ich habe beim Einkaufen meine Ruhe. Aber das wäre zu schön.

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Ich lasse die Leute zwar immer vor, wenn sie beginnen, sich zu beschweren, nur damit ich mir das Gejammer nicht anhören muss, aber dann gibt es immer so lustige, die dann fragen, ob sie wirklich so gestresst aussehen oder einen anfahren, dass sie ja genug Zeit haben, man sie aber ja nicht noch einmal anreden soll. Höflichkeit wird im Alltag anscheinend überbewertet. Aber darum geht es im Moment gar nicht.
Im Endeffekt ist das Hauptproblem, dass viele einfach immer und überall im Stress sind und ich verstehe nicht, warum man nicht wenigstens einmal abschalten kann. Wenigstens einmal. Und wenn es nur der Moment in der Warteschlange ist. Ich frage mich, was so wichtig sein kann, dass man andere Leute beginnt zu beschimpfen oder einfach komplett unhöflich wird. Außer, wenn man den Bus fast verpasst – aber die meisten schauen nicht danach aus, als ob sie dringend wohin müssten, sondern einfach entnervt davon, dass sie eben einen Moment Geduld haben müssen und endlich wieder nach Hause wollen, damit sie wieder vor dem Fernseher sitzen können. Stress wird zur Gewohnheit. Es ist normal, permanent gestresst zu sein.

Das muss aber nicht so sein. Manchmal sollte man sich auch Zeit für die weniger wichtigen Dinge im Leben Zeit nehmen und sie vielleicht sogar genießen.


An eternally long queue at the cash. One just hopes that finally it all has an end but then one hears the first one wheezing behind one. They start to bleat. About that everything always lasts so long and which things they have to do today. Appointments here and children there. Everything shall be faster, everyone is incompetent because it lasts longer again. Of course they'll never come here again.

Do you know situations like these?
No matter whether when shopping clothes or at the weekly grocery purchase. People simply have no time and are constantly under pressure.
I personally hate these people. Perhaps “hate” is a too big word, but however, if I hear somebody in a queue grousing, I really go ballistic. It irritates me so much. Why do some people go somewhere to buy a roll if one has no time anyways? One should let it be. Then one doesn’t have to complain and I have my peace when I go shopping. But this would be too beautiful.

www.troll.me
I always let people go in front of me when they start to complain so that I don’t have to listen to their moaning and groaning, but then there are always this funny people who shout at you, if they look like they’re stressed, if you want to let them in front of you. Politeness is overvalued apperantly. But it isn’t about that at all at the moment.
The main problem is that many people are always and everywhere under pressure and I don’t understand why one can’t switch off. At least once. And if it’s only the moment in the queue. I wonder what can be so important that one starts to shout at other people or says that someone isn’t competent at all. Except if you’re going to miss the bus – but most of the people don’t look like they’re have to go somewhere urgently. They just look like they’re stressed out because they now have to be patient just for a moment unless they finally can go home and sit in front of the TV again.
Stress became a habit. It is normal to be under pressure permanently.

However, this doesn’t have to be that way. Sometimes one should take his time for the less important things in life and perhaps even enjoy them.


Kommentare:

  1. Was du beschreibst, kommt mir bekannt vor. Das Problem liegt bei vielen glaube ich jedoch nicht daran, dass sie nicht abschalten möchten, sondern es einfach nicht können. Ich beobachte dieses Phänomen schon seit einiger Zeit in meinem Freundeskreis. Die Erwartungen sind mittlerweile ins Unermessliche gestiegen, der Erfolgsdruck groß. Ständig steht irgendetwas an, das erledigt werden möchte. Wenn man sich über einen zu langen Zeitraum in diesem Zustand befindet, schafft man es irgendwann gar nicht erst abzuschalten. Besonders abends kreisen dann die Gedanken.
    Natürlich ist es trotzdem nicht in Ordnung seine schlechte Laune an seinen Mitmenschen auszulassen, so wie du es beschreibst. :)

    Viele Grüße!

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  2. Verstehe nur zu gut was du da beschreibst!
    Ich denke das mit dem Stress kommt größtenteils daher, dass man ihn sich selbst macht. Gerade was diesen permanenten Zeit-Stress betrifft. Habe mich davon aber bereits vor Jahren losgesagt.
    Stress ist nutzlos, bremst und führt zu Gereiztheit.
    Ich versuche hartnäckig Entschleunigung zu leben und mich weder hetzten noch unter Druck setzten zu lassen. Funktioniert bis auf einige Ausrutscher ganz gut :)
    Man darf die Dinge einfach nicht wichtiger ansehen, als sie sind. Und wirklich wichtig ist fast nichts.
    Liebst,
    the Curious Girl

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