Mittwoch, 24. September 2014

Read: Richard Laymon - Finster

Autor: Richard Laymon
Titel: Finster
Originaltitel: Night in the lonesome October (Leisure Books New York, 2002)
Genre: Horrorroman
Erschienen: Jänner 2011
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag, München
Umfang: 543 Seiten
ISBN: 978-3-453-67583-4


Ed Logan ist kurz vorm Nervenzusammenbruch, seine Welt ist zusammengebrochen, als er ins neue Semester startet und einen Brief seiner Freundin erhält. Sie hat ihn betrogen, ihn verlassen, ist aus seinem Leben verschwunden – für immer. Und Ed weiß nicht, wie er ohne Holly weiterleben soll. Verzweifelt wandert er meilenweit durch die einsame Oktobernacht. Doch schon bald erkennt er, dass diese gar nicht so einsam ist wie er dachte. Denn seine Studienkollegin Eileen ist nicht die einzige, der er begegnet. Da ist auch noch dieses Mädchen, das ihn anzieht wie das Licht die Motten…

Autoren wie Wulf Dorn und Stephen King sind begeistert, ihre Kommentare („Laymon geht unter die Haut. Im wahrsten Sinne des Wortes!“) haben die Messlatte hoch gelegt. Ich weiß nicht, was ich jetzt davon halten soll, richtig enttäuscht bin ich nicht, aber so richtig begeistert bin ich auch nicht.
Vor allem der Anfang ist sehr redundant, ohne dass dabei richtig Spannung aufkommt. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass das Buch nicht unbedingt viel Inhalt bzw. Handlung hat. Man könnte dasselbe auch in 250 Seiten beschreiben.
Allerdings bin ich mir unsicher, ob das Ende dann so eingeschlagen hätte – bzw. was heißt Ende. Die zweite Hälfte, das letzte Drittel. Auch wenn nicht unbedingt viel passiert, atmosphärisch ist diese Hälfte dichter, die Stimmung wird immer düsterer und das Finale ist – etwas Tarantino-mäßig, aber trotzdem richtig gut. Dann kann man das Buch schwer weglegen.
Was mir noch besonders gut gefällt – das Thema Kannibalismus spielt eine Rolle, wird aber eher angeschnitten und nicht übertrieben fokussiert. Wie viele der Randthemen. Das finde ich besonders gut, da der Horrorroman dadurch nicht an Stimmung verliert und zudem bleibt, was der englische Titel sagt: eine Nacht im einsamen Oktober.

♥ ♥ ♥ ♥


Quelle
Ed Logan is about to collapse, his world broke down as he started the new session in university with a letter of his girlfriend. She cheated on him, she left him and faded out of his life – forever. And Ed doesn’t know how he should survive without Holly. Desperated he decided to go for a walk through the lonesome October night. But soon he notices that this night isn’t as lonely as he thought. His classmate Eileen isn’t the only one he meets. There is also this young woman who attracts him like a honeypot bees…

Authors like Wulf Dorn and Stephen King are enthusiastic, set a high standard. I don’t know what to think about it now. I’m not disappointed, but I’m not really delighted with this book.
Especially the beginning is very redundant, without building up tension. On the whole one could say, this book hasn’t got much content resp. plot. One could write the same story in half of the pages.
But I’m unsure if in such case the end would have been so great – okay, what means end. The second half, the last third. Even if not many things happen, the atmosphere is denser, the mood drabber and the “grand finale” is – a bit like in a Tarantino movie, but mind blowing. I couldn’t put away the book after the first half of the story.
What I also like very much – the topic cannibalism plays a role, but Richard Laymon doesn’t focus it excessively. Like many other side issues, what I really like because so the horror roman
doesn’t lose its mood and stays what the English title says:
a night in the lonesome October.


♥ ♥ ♥ ♥

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