Montag, 25. August 2014

gettingonournerves: happy end vs. "unhappy" end

"Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.." - das typische Hollywood-Klischee.
Schaut man beispielsweise einen Film, in dem es um einen Mann und eine Frau geht, kann man (fast) immer davon ausgehen, dass sie im Laufe der Geschichte noch zusammenkommen oder womöglich sogar heiraten. Am besten finde ich es ja immer, wenn sie sich gerade mal zwei Wochen kennen, vorher echt viel passiert ist und in der nächsten Szene wohnen sie zusammen und schmieden ihre Hochzeitspläne.
Aber auch bei Horrorfilmen kommt es oft genug vor, dass am Ende alles gut ausgeht. Das nervt mich dann immer so richtig. Bei so einem Film, will man es doch irgendwie sehen, dass es "vorbei" ist und dass es keine Hoffnung mehr gibt. Am besten sollte man noch danach längere Zeit zurückdenken und sich noch immer gruseln. Oder nicht? Für mich ist es zumindest so. Aber wenn einem dann so ein schwachsinniges Happy End à la Hollywood hingeklatscht wird, ist es wirklich vorbei - mit meiner Geduld.

www.woman.at
Nichtsdestotrotz ist es ebenso schlimm, wenn es mal keines gibt. Wenn man sich gerade in diesen stumpfsinnigen Liebesfilm reinsteigert und so hofft, dass sie endlich zusammenkommen. Genau dann.. dann passiert es nicht. Oder noch besser: so tolle Filmchen wo am Ende einfach alle gestorben sind und man denkt sich: "WTF? Wie? Was? Warum?".
Mir kommt vor, es gibt wirklich selten kein Happy End - vielleicht nervt es deshalb meistens. Aber es ist einfach unglaublich schockierend, wenn man fest damit rechnet, dass alles gut wird, dann aber genau das Gegenteil passiert.

Ich persönlich kann mich nicht entscheiden, was ich besser finde. Es muss einfach zum Film und zur Atmosphäre passen.
Was ich aber trotzdem schade finde ist, dass es so viele junge Menschen da draußen gibt, die sich selbst boykottieren aufgrund dessen, dass sie ihren Traummann/ihre Traumfrau nicht finden, weil sie darauf warten, dass es genau so passiert wie in den Filmen. Hier wird einem einfach eine komplett falsche Realität vermittelt. Nicht, dass es nicht passieren kann, aber es ist eben nicht die Norm.
Aber eines muss, denke ich, jeder zugeben: Manchmal träumt man gerne von einem Happy End wie in den Filmen.

Oder seht ihr das anders?


"And they all lived happily ever after".. - the typical Hollywood stereotype.
For example if one watches a movie which is about a man and a woman, one can (almost) assume that they get together during the film, probably they also get married. I think the best of all is when they know themselves just two weeks and so many things happened between them and the next scene they live together and forge their wedding plans.
But also in horror movies it often is like that, that everything goes well in the end. This irritates me always. When someone watches a movie like this he wants to see that everything is over and that there is no hope anymore. I think one should still think back afterwards and still be frightened. Or not? At least for me it's like that. But when there's just this happy end á la Hollywood it's really over with my patience.

Nevertheless it is also bad when there's no happy ending. When one watches these dumb love-films and is thrilled and hopes that theose two finally will get each other. Exactly then. Then nothing happens. Or even better: The great little films where everybody died in the end. And one just wonders: "WTF? What? Why? How?"
To me it seems that there is seldom no happy end - maybe because of this fact it irritates me. But it is simply incredibly shocking if one calculates on the fact that everthing gets well and then the opposite happens.

I cannot decide what I find better. It must fit to the film and the atmosphere.
Notwithstanding I think it's pity that there are so many young people out there who boycott themselves because they don't find their "ideal" man/woman - just because they wait that it happens like in the movies. A completely wrong reality is given. Not that it can't happen, but it's just not the rule.
But one must admit: Sometimes one dreams with pleasure of a happy ending like in the films.

Or do you think something else?


Kommentare:

  1. Wie du selbst schon geschrieben hast: Das Ende muss zum Film/zur Geschichte passen. Wobei die besten Geschichten mit einem unerwarteten Ende daher komme, finde ich, denn die regen zum Nachdenken an.

    Ob sich zu viele Menschen an dieser Happy-End-Vorstellung festhalten weiß ich nicht. In meinem Umfeld jetzt eher nicht so, denke ich, und vielleicht hängt das auch vom Alter ab ;)

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  2. Ha, da geht es mir genauso! Irgendwie passiert das in Filmen fast immer anders, als ich es mir vorstelle. Fände ich ein "unhappy" ending passend, dann steigert es sich in eine grenzenlos überkitschte Romantikschmonzette, wünsche ich mir ein happy ending für die Figuren (oder einen Teil der Figuren), dann passiert genau das nicht.
    Es ist wirklich sehr selten so, dass Filme in dieser Hinsicht das richtige Ende haben. Wobei ich aber tendenziell glaube ich dann doch zum "normalen" happy ending tendiere. Also dem, bei dem der Kitsch in klar abgegrenzt ist.
    Mein Freund wiederum mag romantische französische Filme, in denen am Ende alle sterben. Am liebsten alle, wenn nicht alle, dann zumindest eine Hälfte des Liebespaares, weil es dann nach tragischer ist. Und das, finde ich wirklich sehr sehr seltsam^^
    Toller Post!

    Liebst,
    the Curious Girl

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