Sonntag, 22. Februar 2015

SONNTAGSPOST | What we've learned from Blogging

Bloggen bedeutet viel Arbeit.
Eden war das von Anfang an klar, ich habe mich naiv wie ich bin einfach reingestürzt und „mal gemacht“. Ich habe diese Internetwelt einfach so vermisst, habe begonnen, andere Blogs zu lesen und habe einfach das Bedürfnis (ja, es war mir ein Bedürfnis) gespürt, selbst wieder etwas auf die Beine zu stellen. Nur nicht alleine, nein. Ich hab da auch Eden mitreingezogen, was ich immer noch gut finde. Vielleicht war der Zeitpunkt für diese ganze Aktion nicht so klug gewählt – immerhin war das mitten in meinem Abschlussjahr. Aber ich wollte wieder schreiben, kreativ sein, meinen Hobbys nachgehen.

Nach ein paar Wochen war aber selbst mir klar: Bloggen ist viel mehr, als ein einfaches Hobby. Bloggen ist richtig harte Arbeit, in die man richtig viel Zeit investieren muss. Wenn ich von meinem „langweiligen“ Bürojob nach Hause komme, dann esse ich und setze mich zu meiner anderen Arbeit. Der Vorteil eines solchen Bürojobs – freie Freitag-Nachmittage. Aber wenn man bloggt, verbringt man den größten Teil seiner Freizeit damit.

Man bereitet Posts vor, beschäftigt sich mit HTML, macht Fotos, plant, was in nächster Zeit so kommt, macht Outfitshootings am Sonntag und bearbeitet Bilder. Das ist nun mal Arbeit. Aber auch ein Jahr später finde ich es toll, ich liebe es und kann mir nicht vorstellen, wie es ohne Bloggen wäre.

Wie man Make-Up richtig verwendet.
Richtig gelesen. Ich war nie der Typ, der sich intensiv mit Kosmetik beschäftigt hat – das tue ich bis heute nicht wirklich. Vor einem Jahr war es mir nicht egal, dass ich so helle Augenbrauen habe, dass meine Haut unrein ist und der Lidstrich selten richtig sitzt. Seit ich allerdings viele verschiedene Blogs lese, weiß ich, wie ich das Beste aus meinen Genen heraushole, sozusagen.

Mich selbst mehr zu mögen.
Ich glaube, das ist etwas, das man vor allem an den Outfit-Posts erkennen kann. Während ich mich vor einem Jahr noch auf Fotos absolut gar nicht ausstehen konnte, mich vor der Kamera unwohl gefühlt habe, genieße ich das heute. Ich habe gelernt, wie ich gut auf Fotos aussehe und diese guten Fotos haben mein Selbstwertgefühl ein bisschen angehoben. Natürlich hat man immer Tage, an denen man alles scheiße findet, insbesondere Fotos von sich oder das eigene Spiegelbild – aber das alles ist heute schon deutlich „harmloser“ als letzten Februar.

Fotografieren!
Wir sind vor Jahren eher durch Zufall zu einem Einstiegsmodell einer Spiegelreflex-Kamera gekommen.
[Casey] Ich hab die Kamera zwar seitdem begeistert genutzt, aber verstanden habe ich sie nicht. Das begann dann erst mit dem Bloggen, zum Teil, weil ich neugierig war und zum Teil auch, weil ich wissen wollte, warum die Fotos auf anderen Blogs so anders wirken als sie es bei mir tun. Also hieß es für mich: Ein wenig Fachliteratur, ein wenig Internetrecherche und ein wenig Learning-by-Doing. Und jetzt verstehe ich das Ding besser, die Technik dahinter, was man alles damit machen kann. Unglaublich, wirklich.

[Eden] Ich habe mich schon immer für das Fotografieren interessiert, aber früh bemerkt, dass ich einfach nicht kreativ genug dafür bin. Ich mache Fotos und dann denke ich mir: "So wollte ich das nicht." Aber seitdem ich Casey fotografiere habe ich etwas ganz Wichtiges herausgefunden. Nur weil man etwas anfangs nicht kann, heißt es nicht, dass man es nicht lernen kann. Ich habe mich auch ein bisschen mit Internet-Recherche versucht und nach und nach gelernt, was gut aussieht und wie man Menschen in Szene setzt. Ich bin einfach so froh, Casey sonntags, bei jedem Wetter, fotografieren zu dürfen. 

Neue Dinge zu versuchen und aufgeschlossener zu sein.
Über den Tellerrand hinausblicken oder wie man es sonst so nennen will. Es ist eigenartig, aber öfter, länger und intensiver in den Laptop zu schauen, hat meine Welt keineswegs darauf beschränkt, sondern viel mehr meine Sicht auf die Welt differenzierter gemacht. Es gibt so vieles, das ich vorher nicht beachtet oder negativ gesehen habe – Blümchenmuster, nur um ein Beispiel zu nennen. Ich lasse mich jetzt viel eher auf Neues ein als noch vor einem Jahr.

Bewusster shoppen.
Das heißt (leider) nicht, dass ich nachhaltig einkaufe, aber ich kaufe nicht mehr so wahllos ein. Ich überlege oft vorher, ob ich etwas wirklich haben möchte, wie ich es kombinieren kann, ob ich dieses oder jenes Teil nicht schon so ähnlich bei mir zuhause habe. Wenn mir etwas nicht zu hundert Prozent gefällt, lasse ich es im Laden oder schicke es zurück – denn wenn man ehrlich ist, andernfalls vergammeln die Sachen nur irgendwo weit hinten im Kleiderschrank. Ich bin heute einfach wählerischer in dem was ich kaufe und trage. Es muss mir zu hundert Prozent gefallen – und zu tausend Prozent zu mir passen.

Hart arbeiten – und danach noch härter arbeiten.
Jeder Post bedeutet mehrere Stunden Arbeit, selbst wenn man das Ganze wie wir als Hobby macht. Und das in vielen Dingen auch offensichtlich ist. Trotzdem erfordert es Planung, Durchführung und Umsetzung. Jeder Post braucht Inhalt, Fotos, Aufbau, Übersetzung und so weiter. Das passiert nicht alles in ein paar Minuten, das ist ein zeitaufwändiger Prozess, der nur immer wieder von vorne beginnt, wenn er beendet ist. Und wenn man noch so spät von der Arbeit/Schule nach Hause kommt und müde ist, keine Lust darauf hat, auch nur einen Finger zu rühren – wir tun es, weil es uns einfach so viel Freude macht.

Dinge nur für mich zu tun.
Ein Punkt der blöd klingt in dieser „Blogger“welt, in der vieles oft oberflächlich scheint und auch ist, aber er ist wahr. Ich lese jetzt viel mehr, ich nehme mir einfach Zeit dafür, weil ich ja jeden Donnerstag eine Rezension bringen will. Ich stelle mich vor die Kamera – was ich vor einem Jahr noch gehasst habe, heute möchte ich es nicht missen, es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man auf den Fotos doch nicht so scheiße aussieht, wie man sich oft fühlt. Ich habe mich mehr mit dem Fotografieren beschäftigt und das Beste: Ich schreibe viel mehr. Und das liebe ich auch so am Bloggen.







Blogging is much work.
Eden had known it from the beginning, but me, naïve how I am, I was rushing in this whole thing and “just did it”. I really missed the world wide web, started to read other blogs and definitely had the need (yes, it was a need) to get something own up again. But this time I didn’t want to do it alone – I implicated Eden in the whole thing. What was a really good idea. In my view. Maybe it wasn’t the best time for starting a blog, even so it was my graduation year. But I wanted to write again, be creative and pursue my hobbies.

After a few weeks I also recognized it: Blogging is much more than just a hobby. Blogging is real hard work in which one has to invest much time. If I come home from my “boring office job”, I eat and then I’m writing posts and so on. Work again. The advantage of jobs like mine – free Friday afternoons. But if you blog, you spend most of your leisure with it.

One prepares posts, deals with HTML, takes photographs, plans what will be online in the next times, makes outfit shootings and edits the pictures. That is work. But even after one year I really like it, I love it and I can’t imagine how it has been without blogging.

How to apply make-up.
You read right. I never was that kind of girl who is into make-up. I don’t know many things now, but I know much more than a year before. One year ago I wasn’t indifferent about my bright eyebrows, my impure skin and my bad eyelid line. But since I’ve been reading many different blogs, I know how to bring the best out of my genes.

Like myself more.

I guess that’s something one can mostly recognize in the fashion posts. A year ago I nearly hated pictures of me, I hated to be in front of the camera and I hardly ever liked a picture. But I’ve learned how I look good on pictures and these pictures pushed my self-confidence. Of course I still have (many) days on which I don’t like my appearance – but that’s normal, I guess. 

Photographing
We accidentally came to a reflex camera some years ago.

[Casey] I used the camera enthusiastically since then but I haven't understood it. This started with blogging because I was curious and I wanted to know why the pictures on the other blogs look so different than mine. Therefore it meant to me: A little technical literature, a little internet reserch and a little lerning by doing. And now I understand the thing better, the technique behinde it, what one can do with it. Unbelievable, actually.

[Eden] I've always been interested in photography but remarked that I simply not creative enough for this. I make photos and I am like "I didn't want it that way." But since I photograph Casey I have found out something very important: Only because one can't do something at first, it doesn't mean that one can't learn it. I did some internet research and learned what looks good and how one puts people into scene. I am simply glad that I am allowed to take photos of Casey on Sundays, no matter which weather.

Trying new things and being more open-minded
To think outside of the box if one wants to call it like that. It is so peculiarly but looking into the notebook once in a while, longer and more intense hasn't minimized my world into that but differentiated my view of the world. There are so many things which I never took into account or seen negazively before, floral pattern - if one wants an example. I am letting myself in much more than in the last few years.

shopping more consciously
(Unfortunately), this doesn't mean that I shop lastingly but I shop no longer so at random. I often wonder wheter I really like to have this piece and how I can combine it or whether I don't already have this or that part so similarly at home with me. If I don't like something a hundred percent I leave it in the store or send it back - because otherwise things rot in someplace far behind, if one is honest. Today I am simply picky today with the things I buy and wear. It has to appeal to me a hundred percent and fit one thousand percent.

work hard - and then work harder
Every post means several hours of work, even if the whole thing is a hobby. And this is so obvious in many things. Nevertheless it requires planning, execution and putting into action. Every post needs content, photos, construction, translation and so on. Everything doesn't happen in a minute, this is a time effortful process which starts from the start again when it comes to an end. Even if one comes home late from work/school, has no motivation anymore - we do it because it simply gives us so much pleasure.

Doing things just for myself
A point which sounds stupid in this "blogger"world, in which many things seems to be superficial and also is like that, but it's true. I am reading much more, take time for it because I have to do a review every Thursday. I'm on camera - a thing which I hated a year ago, but today I wouldn't like to miss it, it's such a good feeling, if one doesn't look so shitty on a photo like one feels. I have dealt more with photography and the best thing: I write much more. And this is the thing I love about blogging.

1 Kommentar:

  1. der post gefällt mir sehr gut :)

    vielleicht guckst du dir ja auch mal meinen blog an. Ich bin gerade in amerika und berichte über meine erlebnisse :)
    Liebe Grüße, Kathrin

    http://sailarace.blogspot.com

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